Diabetes melitus 2

Diabetes mellitus (DM), Teil2
Typ 1 DM: ist definiert durch krankhaft erhöhte Blutzuckerwerte, die von einem echten Insulinmangel herrühren. Ca. 55000 Schweizer leiden an dieser Erkrankung. Therapie ist immer die Insulingabe in Form von Injektionen unter die Haut. Eine Behandlung der Ursache (mangelnde Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse) ist derzeit nicht möglich, so dass die Insulingabe lebenslang erfolgen muss. Unter die Haut eingesetzte Insulinpumpen werden bisher nur bei einer kleineren Zahl von Patienten eingesetzt, da die Technik und die Handhabe noch recht aufwendig sind.
Typ 2 DM: ist definiert durch eine mehr oder weniger ausgeprägte Insulinresistenz. Schätzungsweise bis zu eine halbe Million Schweizer leiden an dieser Erkrankung. Genetische Faktoren liegen meist vor. Oft gepaart mit Überernährung, Übergewicht und Bewegungsarmut entwickelt sich dann allmählich eine Insulinresistenz, die zur verminderten Wirkung des Insulins beim Transport von Zuckermolekülen in die Körperzelle führt.
Die Diagnose DM wird gestellt, wenn die Blutzuckerwerte nüchtern mindestens 2 mal über 6,1 mmol/l liegen oder der Langzeitzuckerwert Hba1c über 6,5 % liegt.
Warum ist der erhöhte Blutzucker gefährlich? Der permanent erhöhte Blutzucker führt zu chronischen Entzündungen an der inneren Zellschicht der Arterien und an den Nerven. Es entstehen über die Zeit allmählich dauerhafte Schäden, die die Arterien verstopfen können und die Nerven in ihrer Funktion erheblich beeinträchtigen. Gefürchtet sind arterielle Verschlusskrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall, chronische Nervenentzündung (Polyneuropathie) und die Nierenschwäche
Bei geringer Ausprägung reicht es oft, den Blutzuckerwert durch angepasste Ernährung zu kontrollieren. Beim übergewichtigen DM Typ 2-Patienten führt eine signifikante Gewichtsabnahme immer zur Abnahme der Insulinresistenz und damit zu verminderten Blutzuckerwerten. Ausserdem stehen Medikamente zur Verfügung, die die Insulinwirkung verstärken oder die Zuckeraufnahme im Darm vermindern. Wenn diese nicht ausreichen, muss auch beim DM Typ 2 mit Insulin behandelt werden. Die Kontrolle des Therapieerfolgs gelingt im Vergleich der Hba1c Werte. Diese zeigen, wie hoch die Blutzuckerkonzentration durchschnittlich in den vergangenen 6 Wochen war.

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